About

The Promised Land

I have the opportunity to do an internship in the English edition of Ha’aretz, one of Israel’s leading newspapers. For the next few months I’m going to live in Tel Aviv. Israel! Tomorrow I enter a country, which raises so many questions.

A dangerous country. Ever since I opened my first newspaper headlines with slogans such as Palestine, Gaza, West Bank, suicide bombings, occupation, air raids, military service, nuclear weapons, titled the news about Israel.

A celebrated country. Young, dynamic, open and full of cultural treasures. Everyone I know who visited Israel went into raptures about it.

A holy land, three world religions found their roots here, erected sacred shrines to which people from all over the world still pilgrim today.

How does this all go together?

Contradictions create questions: What is this country? A religion that turned into a state? Is there only one nation? Who owns the land? Who is Israeli? Who belongs to the Israeli nation? What is Judaism? Who is a Jew? What is the Holy Land, and why it is holy?

Questions, so many questions. One question raises a new.

The only proven fact about Israel is the fact, that this piece of land was promised to three religions. But what about the rest?

Books and Wikipedia articles don’t give any satisfying answers, probably there is no complete answer to all these questions. But perhaps one will find hints, ideas, thoughts, suggestions through people, through cities, through sites, etc. – Small pieces of the grand puzzle that help to understand the overall picture a little better.

So let’s go and see it with our own eyes.

Land der Verheißung

Wenn einer eine Reise tut, dann kauft er sich einen Reiseführer, blättert ihn durch und  macht hier und da ein Kreuzchen, wenn ihn etwas interessant oder sehenswert erscheint.

Wenn einer eine Reise tut, dann lässt er sich impfen und kauft sich Sonnencreme.

Wenn einer eine Reise tut, dann  liest er sich die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts durch und kauft sich ein Schloss für seinen Koffer.

Ich werde nun solche eine Reise tun, ich habe Sonnencreme gekauft, mich nicht impfen lassen und die Warnungen des Auswärtigen Amts ignoriert. Meinen Koffer ist gepackt, doch ist er gefüllt mit unstillbarer Neugierde.

Ich habe das Glück ein Praktikum bei der englischsprachigen Ausgabe von Haaretz (dt. das Land), eine der führenden Tageszeitung Israels, zu machen.  Für die nächsten Monate werde ich in Tel Aviv leben. Israel! Morgen schon betrete ich das Land, das bei mir so viele Fragen aufwirft.

Ein schlagzeilenumwobenes Land. Seitdem ich meine erste Zeitung aufgeschlagen habe, werfen sich mit Schlagworte wie Palästina, Gaza-Streifen, Westbank, Mauer, Selbstmordanschläge, Besetzung, Luftangriffe, Militärdienst, Atomwaffen entgegen.

Ein gefeiertes Land. Jeder, der dort einmal hingereist ist, kommt aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. Jung, dynamisches, offen und voller Ideen.Seine kulturellen Schätze ziehen jährlich Tausende von Touristen an.

Ein heiliges Land, drei Weltreligionen fanden hier ihren Ursprung, errichteten heiligen Stätte, zu denen heute noch Menschen aus aller Welt pilgern.

Wie passt das alles zusammen?

Widersprüche schaffen Fragen: Was ist dieses Land? Eine zu einem Staat gewordene Religion? Ist es nur ein Land? Wem gehört das Land? Wer ist Israeli?  Wer gehört der israelischen Nation an? Was ist das Judentum? Wer ist Jude?  Was ist das Heilige Land und wieso ist es heilig?

Fragen, so viele Fragen. Eine Frage wirft wieder eine neue auf, sie ziehen einander wie ein buntes Tuch aus dem dunklen Bund des Zauberhuts.

Bücher und Wikipedia-Artikel liefern längst keine zufriedenstellende Beantwortung, wahrscheinlich gibt es keine vollständige Antwort auf all diese Fragen. Doch vielleicht finden sich Hinweise, Ideen, Gedankenanregungen durch Menschen, durch Städte, durch Stätten, etc. – Kleine Puzzleteile, die helfen, das Gesamtbild etwas besser zu verstehen.

“…und zogen aus, zu reisen in das Land Kanaan. Und als sie gekommen waren in dasselbe Land,  zog Abram durch bis an die Stätte Sichem und an den Hain More; es wohnten aber zu der Zeit die Kanaaniter im Lande.

    Da erschien der HERR dem Abram und sprach: Deinem Samen will ich dies Land geben. Und er baute daselbst einen Altar dem HERRN, der ihm erschienen war.”

So heißt es im 1. Buch Moses, auch Genesis genannt. Es entspricht dem ersten Buch des jüdischen Tanach, im Christentum dem Alten Testament.

Gott spricht zu Abraham, „Vater der vielen“, Stammvater Israels. Er verspricht ihm reiche Nachkommenschaft und großen Landbesitz in Kanaan, der Region, die das heutige Israel und Palästina umfasst.

Auf dieses Versprechen, die Verheißung, bezogen sich die Juden aus aller Welt, als sie dem zionistischen Traum folgen, im Jahr 1948 den Staat Israel gründeten.

Abraham, im Islam Ibrahim genannt, ist einer der wichtigsten Propheten des Korans. Die Prüfung Gottes, in der Ibrahim seinen Sohn Opfern soll, gibt das Vorbild für die islamischen Opferfeste. Er gilt als Stammvater der Semiten, sein Sohn Ismael gilt als Stammvater der Araber .

Abraham/Ismael wird von Moslems und Juden gleichermaßen verehrt. Trotzdem ist die Region des Kanaan geprägt von Konflikten zwischen Juden und Moslems, Arabern und Israelis. Was ist nun geworden aus den Versprechen Gottes? Ich will es mir mit eigenen Augen angucken.

Also auf in das Land der Verheißung.

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